Früher wie heute gibt es eine Vielzahl keramischer Produkte. Der besondere Reiz historischer Fliesen aus vorindustrieller Fertigung liegt für viele neben den Ungleichmäßigkeiten und Farbunterschieden (bedingt durch die Herstellung) auch in den Gebrauchsspuren, ausgeschlagenen Kanten und nicht exakten Maßen. Besonders in herrschaftlichen Häusern wurde der repräsentative Eingangsbereich mit hochwertigen Fliesen gestaltet.

Klassische Verlegemuster waren diagonal, meist in schwarz/beige oder in rot/beige. Oft wurden auch Verlegevariationen mit einem umgebenden Fries gewählt.

Erst nach der Verlegung offenbart sich mit der richtigen Fugenausbildung ein unvergleichliches Unikat, ein Boden mit Aussagekraft und liebenswerten Details, kleinen Macken, die dem Betrachter Unverwechselbarkeit signalisieren.

Neben Steinzeugfliesen finden zunehmend Zementfliesen, die in heutiger Zeit - beeinflusst durch gewünschtes "Mittelmeerambiente?" - wieder viel Interesse.

Nur der Name "Zement" schreckt zunächst ab. Im Detail bieten diese sehr robusten Platten jedoch als Presslinge eine tolle Vielfalt an Farben und Motiven. Deren Übergänge wirken herstellungsbedingt weich, verwaschen ... alt, wobei historische Zementfliesen wirklich alte Originale sein können, meist aus deren Blütezeit im 19. Jahrhundert.

Interessant und dadurch leichter zum Aufarbeiten ist die dicke Deckschicht auf dem Zementträger. Vernarbungen, Abplatzungen und entstellende Verunreinigungen werden abgeschliffen - nicht zuviel - damit die historische, benutzte Oberfläche als gestaltete Information nicht verloren geht. Nach dem Schleifen wird die gereinigte Platte mit Öl eingelassen, bei Bedarf gewachst. Sie zeigt dann die herrliche, lebendige Fläche, die besonders im Jugendstil und der Gründerzeit so geschätzt wurde.

Alte Dachziegel mit unvergleichlicher Patina sind begehrt. Handstrichbiber in Kronen-, Einfach- oder Doppeldeckung verlegt, prägen Dachlandschaften. Nach über 100 Jahren ist der versinterte Ton qualitativ neuen Produkten überlegen.

Wir bieten handgestrichene Biber palettiert als Geradschnitt, Segmentschnitt oder Rundschnitt an. Die Bergung, Sortierung und Lagerung ist sehr aufwendig. Aus diesem Grund werden gebrauchte Baumaterialien Dachziegel nicht sortengetrennt eingelagert - zumal die meisten Dächer ohnehin mit einer Mischung unterschiedlicher Formate eingedeckt wurden.

Oft tut man sich schwer, diesen Sparten historische Dinge zu zuordnen, teilweise werden kulturelle Besonderheiten damit bagatellisiert. Aber ein historischer Gegenstand - z.B. im Zustand "5 nach 12" hat gerade deswegen seinen besonderen Charme, seinen neuen Wert ... Warum im Einzelfall nicht eine ganz individuelle Gestaltung verfolgen, ein eigenes Unikat, weg vom sogenannten "main stream"?! Mit unserer Vorauswahl können wir dazu vielleicht einen Anstoß geben ...

Historische Dielen aus Eichenholz und Nadelholz sind unverwechselbar und weisen durch ihren individuellen Charakter besondere Einzigartigkeit auf. 

Die besondere Wertigkeit liegt in der nicht reproduzierbaren Authenzität - keine künstlich gealterte Oberflächen, keine Miniformate, sondern stammgleiche, oft konische Dimensionen - keine "papierdünnen" Materialien, sondern schwergewichtige Individualisten - Originale, nicht zurechtgestutzt und modisch manikürt.

Meist stammen die Dielen aus den bevorzugten Wohnräumen eines Hauses, die standesgemäß die wichtigen Räume waren. Dazu zählen neben Wohnzimmer oder Wohnstube auch das Schlafzimmer und der Hauseingang. Darüber hinaus waren Dielen in den breiten Schnittmaßen auch in Scheunen oder Dachböden verlegt - meist stumpf oder gefälzt mit sichtbaren Nägeln, sägerauh oder gehobelt, wohingegen in Wohnräumen einer möglichst einheitliche Breite bevorzugt wurde, gespundet oder mit Nut und Feder. 

Gerade bei alten Eichendielen hat das Holz durch das erhebliche Alter (teilweise mehrere 100 Jahre) eine begehrte, unvergleichlich dunkle bis tabakbraune Färbung - teilweise bis schwarz - angenommen und hat eine nie künstlich zu erreichende Patina: Das Holz ist unverwechselbar und nach dem Ölen sehr ausdrucksstark.

Zu Gunsten eines einheitlichen Erscheinungsbildes werden historische Dielen nicht getrennt, sondern zimmerweise beeinander gehalten. Sie werden gereinigt, nummeriert und müssen im Allgemeinen besäumt und abgelängt werden. Da eine direkte maßliche Übereinstimmung des Verlegeraumes selten zu einer historischen Charge passt, wird eine (historisch auch richtige) Friesverlegung als Ausgleich und Ergänzung angeraten. Damit wird der historische Boden zum "Inselboden", umlaufende Ergänzungen mit womöglich anderer Holzart schlies- sen zwischen Friesen und anschliessenden Wänden die Lücken, setzen den "Inselboden" erst richtig in Szene.

Unsere Elektroabteilung verändert sich ständig. Wir haben einen stets wechselnden Lagerbestand an historischen Leuchten (Deckenleuchten, Kellerleuchten, Wandleuchten, Industrieleuchten, Hängeleuchten, ...) sowie eine umfassende Auswahl an historischem Elektro-Zubehör (Steckdosen, Kippschalter, Knebelschalter, Hausschalter, Verteilerdosen, Sicherungen, Hausanschlüsse, ...).

Sämtliche Elektroartikel sind historische, gebrauchte Erzeugnisse. Waren aus unserer Elektroabteilung müssen zwingend von Ihrem Elektriker überprüft werden. Es wird ausdrücklich keine Haftung übernommen.

Wir haben einen stetig wechselnden Lagerbestand an historischen Baustoffen für den Garten bzw. die Gartengestaltung. Mit einer umfangreichen Bebilderung samt individuellen Beschreibungen versuchen wir eine Hilfestellung zu geben und bei der Suche weiter zu helfen.
Unerlässlich bleibt die persönliche "Begegnung", um gewünschtes Gestaltungsziel mit vorhandenem Unikat in Einklang zu bringen. Unerlässlich bleibt die persönliche "Begegnung", um gewünschtes Gestaltungsziel mit vorhandenem Unikat in Einklang zu bringen.

Erst in unserer modernen Zeit war es möglich, großformatige Gläser herzustellen, etwa ab 1920 mit Ziehglas, Floatglas. Davor war das Glas kleinteilig mit Holz- oder Bleisprossen gefeldert, das Glas blasig und schlierig, die Glasfarbe auch leicht grünlich verfärbt. Je nach Epoche verfeinerte die Glasdekoration das Erscheinungsbild: Überfangglas, Buntglas, Glasmalerei, Glasschliff. Wir führen insbesondere für eigene Restaurierungszwecke verschiedene Gläser, die wir bei Bergungen gewinnen. Entsprechend klein ist unser Sortiment bei ständigem Wechsel.

Unser Lagerbestand besteht aus historischen Öfen und Zubehör und beinhaltet darüber hinaus ausgesuchte schöne Einzelstücke rund um das Thema "Heizung".
Die Öfen sind restauriert oder im Bergezustand.

Alle historischen Öfen werden aufgrund aktueller gesetzlicher Regelungen als "Deko-Stücke" verkauft.

Wir haben einen stetig wechselnden Lagerbestand an historischen Baustoffen aus Holz, wie z.B. Säulen, Balken, Stelen, Fenster, Bretter, Tischplatten, ...
Mit einer umfangreichen Bebilderung samt individuellen Beschreibungen versuchen wir eine Hilfestellung zu geben und bei der Suche weiter zu helfen.
Unerlässlich bleibt die persönliche "Begegnung", um gewünschtes Gestaltungsziel mit vorhandenem Unikat in Einklang zu bringen.

Intarsien von Walter Kouba

"Mich reizt die Schwierigkeit. Je schwieriger ein Motiv ist, desto ruhiger werde ich."

Ein traditionelles Handwerk gerät im Zeitalter glatter Mitnahmemöbel in Vergessenheit. Kostbarkeiten barocker Intarsienschreiner lassen ahnen, welcher Zeitaufwand am Hofe zur Herstellung prächtiger Intarsienmöbel und Bilder notwendig war. Künstlerisches Gespür, handwerkliches Können, viel Geduld und eine sehr ruhige Hand sind Voraussetzungen bei Intarsienarbeiten. Walter Kouba, ausgebildeter Bau- und Möbelschreiner, schneidet seit 50 Jahren Intarsien und fertigt hochwertige Möbel z. T. nach historischen Vorlagen aus Barock und Rokoko. Er beherrscht die alten Techniken und Rezepturen, die er über 35 Jahre im Piano- und Flügelbau bei C.A. Pfeiffer/Stgt. eingesetzt hat.

Ein Intarsienbild kann aus vielen hunderten von Einzelteilen bestehen. Die farbliche Abstimmung und die richtige Maserung bestimmen bei der Furnierauswahl aus über 60 Hölzern die Wirkung des Bildes. Beim Aussägen mit der Dekupiersäge muß der Schnitt Bruchteile von Millimetern genau sitzen - besonders schwierig bei Kurven. Exotische Furnierarten wie Stechpalme, Tujamoser, Liane oder Patok, ergänzt durch Perlmutt, Schildpatt, Messing und Neusilber, finden sich in den vielfältigen Kompositionen.

Käuflich sind - soweit vom Künstler freigegeben - einige hundert Intarsienbilder mit Themen zu z.B. Architektur, Jagdszenen, florale Bilder, Tiere, Weltkarten und vieles mehr ... Auch Schmuck, Tischplatten und Kleinmöbel wie Arzneischränkchen, Schlüsselschränkchen und vieles mehr ... Walter Kouba restauriert in Absprache auch Intarsien oder fertigt im Auftrag hochwertigste Möbel.

Gerne stellen wir den Kontakt her.