Allgemeine Informationen zu Naturstein
Im Gegensatz beispielsweise zum Trockenmauerbau sind Wandbeläge in Naturstein meist aus Gewichtsgründen Dünnformate.
Häufig mit interessanten fossilen Versteinerungen wie bei Schiefer oder bei Solnhofener Platten mit Dendriten.
Solnhofener Platten haben das typische Erscheinungsbild seidigwarmtoniger Kalkplatten. Die Patina ist schön, die Kanten weisen oft sog. "Trauerränder" auf, wenn die Platten über ein Gatter gebrochen wurden. Es empfiehlt sich bei vereinzelten Kantenverletzungen oder Fugenmörtelanhaftungen die Formate entweder nachzusägen oder nach historischem Vorbild die Kanten abzuzwicken.
Schiefer aus unserer Region ist ein besonderer Naturstein, womit sich auch anspruchsvolle Gestaltungen umsetzen lassen (Großeinlage in eine massive Tischplatte, Kachelofenverkleidung, Wandbild, ...). Schiefer als Naturstein findet vermehrt in der Küche Interessenten, insbesondere deswegen, weil Liebhaber dieses authentischen Materials die in Jahren sich entwickelte Patina - ähnlich wie beim Holz - schätzen. Davon weit entfernt sind die Imitate (Keramik in Schieferoptik, ...).
Allgemeine Informationen zu Pitch Pine und Red Pine
Mehr denn je sind sie wieder gefragt: die historische Massivholzdielen Pitch Pine. Der Begriff „Pitch Pine“ lässt sich nicht einer bestimmten Baumart zuordnen – frei übersetzt bedeutet Pitch Pine im deutschen Sprachgebrauch „Schwarzkiefer“ oder „Pechkiefer“. Botanisch lässt sich die Holzart auf die in Nordamerika heimischen Kiefernarten zurückführen. Im Weitesten Sinne umfasst Pitch Pine als Sammelbegriff eine Vielzahl an Kiefernarten, die als „das härteste Holz der Welt“ bezeichnet werden. Grund hierfür ist die Abstandsbreite der Jahresringe – diese beträgt im Durchschnitt weniger als 1 Millimeter; hinzu kommt der relativ hohe Harzanteil, welcher dem Holz eine hohe Resistenz gegen Feuchtigkeit verleiht.
Bei historischem Pitch Pine handelt es sich um qualitativ sehr hochwertiges Holz. Pitch Pine ist das Kernholz mit zum Teil sehr engen Jahresringen, woraus sich das langsame Wachstum und damit die enorme Härte ergibt – im Gegensatz zu heutigen "Billig-Produkten". Schneidet, hobelt oder schleift man altes Pitch Pine, wird ein aromatischer Geruch freigesetzt, der auch noch nach 100 Jahren zu riechen ist. Die Breite ist meist um 14 cm. Durch die hohe Stärke bzw. einer Dickte von zum Teil bis zu 27 mm ist Pitch Pine äusserst robust und mehrfach abschleifbar. Die Oberfläche der Pitch Pine Dielen ist meist stark gemasert und gelblich, leicht rötlich bzw. von hell- bis dunkelbraunen Farbton. Pitch Pine nimmt durch verschiedene Oberflächenbehandlungen beinahe jeden rötlich bis dunkelbraunen Farbton an. Besonders in der Gründerzeit waren die Bodendielen gefragt und wurden in wohlhabenden bürgerlichen Wohnräumen, insbesondere um die Jahrhundertwende, in Europa verlegt.
Bei historischem Red Pine handelt es sich um Holz, das nicht direkt dem Kernholz zu zuordnen ist. Demzufolge ist die Maserung ist etwas weiter und die Farbgebung ist im vergleich zu Pitch Pine weniger rötlich-dunkel. Das Holz ist in der Erscheinung heller und besitzt keine Verwerfungen durch Astbildungen etc. Die Breite ist meist um 9 cm.
Historische Pitch Pine und Red Pine Dielen sorgen mit ihrer Patina für eine behagliche Ausstrahlung und zeitlose Eleganz. Das gleichmäßige Holz verleiht auch kleinen Räumlichkeiten oder Fluren ein ausdrucksstarkes Erscheinungsbild. Auch zur Herstellung von Möbel wie Tische oder Kommoden und sogar Türen sind die Dielen als historischer Baustoff sehr geschätzt.
Allgemeine Informationen zu Sanitär
Unsere Sanitärabteilung verändert sich ständig. Wir haben einen stets wechselnden Lagerbestand an alten Terrazzobecken, Waschbecken und Spülbecken, historische Badewannen, Badarmaturen in unterschiedlicher Größe und Erhaltungszustände sowie zahlreiches historisches Sanitärzubehör.
Sämtliche Sanitärartikel sind historische, gebrauchte Erzeugnisse. Waren aus unserer Sanitärabteilung sind nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft worden. Es wird ausdrücklich keine Haftung übernommen.
Allgemeine Informationen zu Stein
Jeder auch millionenjahrealte Stein wird mit der handwerklichen Bearbeitung beispielsweise zum Spülstein, zur Steinsäule, zum Sandsteintrog, zum "neuen" Stein.
Nur die Gebrauchsspuren und die Witterung machen den alten Sandsteinbrunnen zum ästhetischen Ereignis - eine originale Schwengelpumpe wird zum i-Tüpfelchen.
Im Prinzip gilt dies auch für historische Bausteine: Steintreppen können schön ausgelaufen sein, Sandsteinplatten sind durch Benutzung eher glatt, eine Sandsteinmauer dagegen ist rauh verwittert, bemosst und hat Abplatzungen. Antike Natursteine sind und bleiben ein begehrtes Gestaltungsmittel.
Allgemeine Informationen zu Tischplatten
Jeder historische Tisch, jede alte Tischplatte ist ein Unikat und eng mit den Kundenvorstellungen und Holzmöglichkeiten verbunden.
Wir bieten neben gebrauchsfertigen Tischplatten ein großes Sortiment ausgesuchter historischer Eichen-, Mahagoni- und Nadelholzbohlen an. Zur Zeit haben wir auch sehr schöne und seltene Tischplatten aus Birnen- und Nussholz auf Lager. Zusätzlich zur Beratung und gemeinsamen Auswahl, vermitteln wir auf Wunsch den richtigen Handwerker für den Bau der eigenen individuellen Tischplatte.
Allgemeine Informationen zu Ton
Unübersehbar und regional unterschiedlich: Historische Tonplatten sind Ziegelformate unterschiedlicher Farben, Hart- und Weichbrände. Sie stammen ursprünglich aus alten Landhäusern, Schlössern, Gutshöfen, Kirchen oder auch klassischen Bauernhäusern.
Dem Bestandserhalt von historischen, gerade spätmittelalterlichen ornamentierten Tonplatten kommt oberste Priorität zu, Unregelmäßigkeiten, Verunreinigungen und Verletzungen machen die spezifische Eigenart und Erscheinung aus.
Mauerziegel als Bodenbeläge wurden insbesondere wegen der Frostgefahr im geschützten Innenbereich verwendet, im Aussenbereich nur hart gebrannte Ziegel, oft verglaster, krummer und geschmolzener Ausschuss, denn Tonplatten nehmen aus Boden/Witterung Feuchte auf, was im Winter zu Frostschäden (Abplatzungen) führen kann.
Tonplatten eignen sich für Innenräume wie Küchen, Flure, Wohnräume oder auch geschützte Terrassen und Balkone. Auch ist eine Verlegung auf Fußbodenheizung möglich.
Tonplatten halten die Räume an heissen Sommertagen angenehm kühl und im Winter speichern sie die Wärme.
Strukturen und Farben, die aufgrund der handwerklichen Herstellung nie gleich sind, machen den einzigartigen und besonderen Charakter aus. Die Patina ist ausdrucksstark, der Abwechslungsreichtum der alten Tonfliesen ist groß. Gerade Platten in größerer Fläche ergeben ein feines Linearraster, das durch das Farbspiel und die Oberflächenbeschaffenheit eine lebendige Gestaltung erfährt
Große Sorgfalt ist beim Vermörteln der Fugen zu verwenden. Er sollte weniger Festigkeit als der Ziegel haben, jedoch wie der Ziegel die gleiche Fähigkeit zur Wasseraufnahme/-abgabe haben. Nach dem Verlegen der historischen Platten in Ton kann eine schützende Wachsschicht aufgetragen werden, die die Farben der Tonplatten intensivieren. Auch nach Jahrzehnten der Benutzung lassen sich die Farben so wieder auffrischen
Als sinnvolle, alternative Wiederverwendung mit ansprechender Optik eignen sich auch harte handgestrichene Dachziegel für Bodenbeläge. Voraussetzung ist die absolute, vollflächige Auflage des Ziegels im Mörtelbett.
Beschläge
Vom Schmied in Handarbeit hergestellt galten historische Beschläge bei Türen und Fenster als Besonderheit, die natürlich nicht überstrichen waren, sondern durch Auflagen in Zinn, Silber oder gar Gold veredelt wurden. Ergänzend wurden Gravuren, Treibarbeiten und Ätzmethoden angewandt.
Im Historismus etwa ab 1850 wuchs die Vielfalt der Bauaufgaben und der Schmied wurde zunehmend von einer Beschlagsindustrie abgelöst, indem preiswerte Massenfabrikate als Gussteile in Bronze, Messing und anderen Legierungen angeboten wurden. Ein weiterer technischer Fortschritt war die Herstellung von Gusseisen, die zu gänzlich neuen Bautypen wie den Eiffelturm und kühnen Brückenkonstruktionen führten.
Die Anzahl antiker Beschläge ist riesig. Wir führen wohlsortiert ein umfangreiches Sortiment an restaurierten und unrestaurierten historischen Beschlägen mit ständig wechselnden Bestand.
Riegel
Riegel in einfacher Form werden bei Stalltüren verwendet. Mit einer Verlängerung des Schließeisens durch das Türblatt läßt er sich von beiden Seiten aus bedienen. Riegel in oft verzierter Form werden bei mehrflügligen Türen zum Feststellen des Stehflügels benutzt. Zum Boden hin in kurzer Ausführung können sie dagegen zum Türsturz je nach Türhöhe eine beträchtliche Länge erreichen.
Schloss
Als Weiterentwicklung des Riegels konnte das Schloss ein größeres Sicherheitsbedürfnis erfüllen. Bestehend aus Schlosskörper mit schießender oder hebender Falle, aus Riegelaufnahme, Drücker und dem Schlüssel werden sie in sogenannte offene Schlösser (Gotik bis Barock), Kastenschlösser (Barock bis Neuzeit) und Einsteckschlösser (Jugendstil, Neuzeit) eingeteilt.
Besonderheit: Riegelschlösser
Im Allgemeinen sind alle Schlösser mit Falle und Drücker unverschlossen für alle Personen zugänglich. Ein Riegelschloss hat hingegen keinen Drücker: nur wer einen passenden Schlüssel hat, kann das Schloss benutzen und die Türe öffnen.
Riegelschlösser fanden bei Räumlichkeiten Verwendung, die nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich sein sollten, wie zum Beispiel Speisekammern, Vorratsräume oder Toiletten. Außenstehende Personen ohne passenden Schlüssel konnten die entsprechenden Räume nicht betreten.
Oft haben Riegelschlösser raumseitig einen Verschlusshebel für das Versperren der Türe, zum Beispiel bei einem Toilettenraum. Ein Abschließen oder Einschließen von außen ist nicht möglich, der Heben von innen entriegelt.
Riegelschlösser sind besondere Schlösser bzw. Komfortschlösser, für einen eingeschränkten Personenkreis und heute noch im Gebrauch. Die Einsatzbereiche sind vielfältig.
Linkes oder rechtes Schloss?
Sucht man für eine Tür ein Schloss, sollte man dreierlei wissen: Die Ausrichtung von offenen Schlössern und Kastenschlössern läßt sich einteilen, wenn man auf der Bandseite der Tür steht, z. B. Bänder rechts, Tür schlägt zum Betrachter hin auf (DIN rechts), Schloss (auf der Bandseite) links befestigt, so ist die Bezeichnung für das Schloss "links einwärts (LE)". Umgekehrt hat eine links angeschlagene Tür (DIN links) das Schloss auf der Bandseite rechts, also "rechts einwärts (RE)". Auf der Bandseite angeschlagene Schlösser sind üblich, seltener ist der Anschlag der Schlösser auf der Türrückseite. Bei einer DIN rechts-Türe wäre demnach das Schloss als "rechts auswärts (RA)" zu bezeichnen, bei einer DIN links-Türe als "links auswärts (LA)". Einfacher ist es bei Einsteckschlössern: DIN rechts-Tür mit Schlossbezeichnung "rechts", DIN links-Tür mit "linkem" Schloss.
Dornmaß und Abstand
Der Abstand von Stulpvorderkante zu Mitte Schlüsselloch bzw. Nuss ist das "Dornmaß". Üblich sind nach Norm 55 mm, wobei im Abstand von 5 mm Maße von 25 mm bis 100 mm vertreten sind.
Von Mitte Nuss bis Mitte Schlüsseldorn wird der "Abstand" oder die "Entfernung" gemessen. Dieses Maß ist wichtig bei der Auswahl des passenden Schlüsselschildes. Nach heutiger Norm beträgt bei Haustüren der "Abstand" 92 mm, bei Zimmertüren 72 mm.
Die Vierkantmaße der Nuss sind im Gegensatz zu neuen Schlössern bei historischen Schlössern nicht genormt. Sie schwanken von 7 x 7 mm bis 12 x 12 mm (z. B. bei Haustüren).
Schlüsselschild
Gegenüber dem Schloss befindet sich auf der anderen Türseite das Schlüsselschild. Es deckt die Holzöffnungen für Drücker und Schlüssel ab, dient ihnen als Führung und ist schmückendes Element.
Als durchgehendes Blech wird es als Kurzschild beim Kastenschloss, als Langschild beim Einsteckschloss bezeichnet, während es sich in geteilter Ausführung um Drücker- bzw. Schlüsselrosetten handelt.
Schilder wurden aufgeschraubt oder in das Türblatt eingelassen. Im letzteren Fall sind sie in der einfacheren Form meist überstrichen, nur die zusätzlich aufgesetzte Drückerrosette ist Gestaltungselement.
Böden
Dazu zählen Hobeldielen, das Parkett und das Holzpflaster.
Holzfeuchte
Es wird empfohlen, Massivholzdielen sich vor der Verlegung ausgepackt genügend Zeit durch Lagerung in einem Raum dem späteren Raumklima sich anpassen zu lassen. Die Holzfeuchte sollte 12 % (+/- 2 %) betragen. Aufgrund jahreszeitlichen Feuchtigkeitsschwankungen lassen sich Fugen zwischen den einzelnen Holzdielen nicht vermeiden.
Wir lagern unsere Dielen in temperierten Räumen, natürlich trocken (unter 12 %). Deshalb stellt eine Lagerung nach Kauf im Freien bis zur Verwendung eine Unterbrechung des natürlichen Trocknungsverlaufs dar.
Maße
Historische Dielen haben selten heute übliche Schnittmaße. In Scheunen und auf Dachböden wurden unterschiedlich breite Dielen stumpf oder gefälzt mit sichtbaren Nägeln verlegt, sägerauh oder gehobelt.
In Wohnräumen fanden eher einheitliche Breiten mit besserer Ausstattung, gespundet oder mit Nut und Feder Verwendung. Sichtbare Nagelreihen waren "geschnürt". Entscheidend ist die über der Feder liegende Nutzschicht, die Oberdickte.
Sie entscheidet, wie oft der Boden abgeschliffen werden kann. Wir bieten nur Dielen mit ausreichender Oberdickte an. Bei der Bestellung sollten 10 – 20 % Verschnitt gegenüber dem Aufmaß einkalkuliert werden. Bei Anfragen benötigen wir neben der gewünschten Verlegelänge auch die Zimmerbreite.
Holzarten
Wir führen Holzfußböden in Nadelholz und Laubholz. Raumweise sortiert, meist rückseitig nummeriert und trocken gelagert bieten wir insbesondere Pitch Pine und Red Pine Dielen in unterschiedlichen Längen an. Mit der rückseitigen Nummerierung ist die Verlegung einfacher, Abnutzungsgrad und Erscheinungsbild bleibt einheitlicher.
Verlegeart
Die Befestigung der Dielen kann verdeckt durch die Feder oder sichtbar mit Schrauben oder Nägeln erfolgen. Bei sichtbarer Befestigung können die Nagelköpfe versenkt und die Löcher mit einem farblich passenden Holzkitt ausgefüllt werden.
Oberflächenbehandlung
Nach der Verlegung werden die Böden abgeschliffen. Wir empfehlen ölen und wachsen.
Fenster
Historische Fenster sind zusammen mit historischen Klappläden als Einheit von je her fassadenprägender Ausdruck jeder Epoche gewesen.
Bei uns findet man einflügelige, zweiflügelige und mehrflügelige Fenster in Holz und Metall, im Bergezustand vom Bauernhaus, vom Stadthaus, von der Villa oder Fabrik.
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Fenster lenken die Blicke auf sich, geben der Fassade Rhythmus, Spannung und Lebendigkeit, sie entfalten Charme und Originalität. Und sie künden vom Gespür des Hauseigentümers, vom Umgang mit gestalterischer Dürftigkeit oder niveauvollen Glanzlichtern.
Die heutige Baukultur hat alle traditionellen Bezüge verloren – Neufenster mit einer Nutzungserwartung von max. 30 Jahren, entgegen jeder positiven Ökobilanz, Kunststoffanteile von 46 % an produzierten Fenstereinheiten trotz erhöhter Ökotoxie – dabei geht es doch von jeher um Licht und Luft. Massenhaft fallen historische Fenster dem Modernisierungswahn zum Opfer, zu dichte Neufenster verursachen die meisten Bauschäden.
Eine Restaurierung schadhafter Fenster und eine wärmetechnische Verbesserung des Originalzustandes ist oft der bessere preiswertere Weg mit den willigen Handwerkern dazu.
So bleiben für unsere geretteten Fenster oft nur alternative Verwendungszwecke – Vitrinenbau, Raumteiler, Innenraumdurchblicke, Schrankelemente, aber auch als Ergänzungen für abgegangenes Material. Unsere Sammlung spannt den stilistischen Bogen über ca. 200 Jahre Fensterentwicklung.
Anfänglich mit Tierhäuten, Pergament, Alabaster oder ähnlichen transparenten Stoffen versehen, kennt man Fensterglas aus der römischen Bautechnik. Die Glasfensterentwicklung war eng mit den technischen Möglichkeiten der Glasherstellung verknüpft. Kleine Scheiben mussten miteinander verbunden werden – jahrhundertelang mit Bleistegen, später mit Holzsprossen mit der Herstellung größerer Glasformate.
Butzenglas, Mondglas: Fensterglas aus flachen Scheiben, mittig der produktionsbedingte Butzen.
Tafelglas: Mundgeblasene Glaszylinder aufgeschnitten zu Tafeln, geglättet. Kleine Einschlüsse, Schlieren.
Ornamentglas: Als Pressglas in strukturierte Stahlformen, als Gussglas in noch weichem Zustand mit reliefierter Walze bearbeitet.
Ätzglas: Abschabbare Schutzschicht z. B. Wachs mit Figuren und Ornamenten versehen, Ätzung mit Säuren.
Überfangglas: z. B. Weißglas mit farbiger Glasschicht überfangen, die in gewünschten Mustern
teilweise weggeschliffen wird.
